Kategorie: Tagesgeld
Die Finanzkrise verschont auch Tagesgeldanleger nicht. Aufgrund der schwächelnden Konjunktur senken die Notenbanken weltweit die Leitzinsen. Diese Niedrigzinspolitik soll die Dynamik der Krise eindämmen und den Banken die Aufnahme von günstigen Krediten ermöglichen. Auf die Tagesgeldzinsen haben die niedrigen Zinsen direkte Auswirkungen. Denn diese sind seit Monaten rückläufig. Konnten Anleger vor gut einem Jahr noch Toprenditen von über 5 Prozent erzielen, so sind Zinsen von über 4 Prozent mittlerweile schon absolut selten. Trotz der niedrigeren Tagesgeldzinsen sind Tagesgeldkonten weiterhin gefragt. Auch viele Anleger, die sich zuvor stark an der Börse engagiert haben, haben ihr Geld zwischenzeitlich auf Tagesgeldkonten geparkt. Dabei spielt die Rendite für die meisten Anleger nur eine untergeordnete Rolle. Die Inflation ist seit Monaten rückläufig und die Aktienmärkte sind zeitweise bereits um über 50 Prozent eingebrochen. Da interessieren sich viele Anleger eher für die Sicherheit der Anlage und für eine maximale Liquidität.
Tagesgeldkonten werden diesen Ansprüchen voll und ganz gerecht. Das die Tagesgeldzinsen weiterhin deutlich über den Zinsen für Sparbüchern und Bundesanleihen liegen, ist ein weiterer Anreiz für private Anleger sich hier zu engagieren. Allzu hohe Erwartungen an die Rendite von Tagesgeldkonten sollte man aber vorerst nicht stellen. Es ist sicherlich zu erwarten, dass die Tagesgeldzinsen in naher Zukunft eher sinken werden. Dieser Trend dürfte mindestens so lange anhalten, wie die Notenbanken eine derartige Niedrigzinspolitik betreiben. Ob die Tagesgeldzinsen wieder steigen, hängt also indirekt mit einer schnellen Erholung der globalen Wirtschaft zusammen.
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