Mensch mit Handicap – ein Ausdruck, der nur unzulänglich wiedergibt, was dieses ‚Handicap‘ im Grunde bedeutet: Einschränkung nämlich in nahezu jeder Hinsicht. Doch wo ein Bedarf ist, wächst auch ein Markt. Und so gibt es seit langem auch eine rührige Industrie, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Behinderten, also Menschen mit Einschränkungen, genau dort zu helfen, was Nicht-Behinderte die schönste Zeit des Jahres nennen – beim Urlaub, sog. Behindertenreisen.

Hochspezialisierte Angebote
So vielfältig wie die Arten der Behinderung, so vielfältig sind auch die Angebote. Es gibt Unternehmen, die sich darauf spezialisiert haben, Menschen im Rollstuhl ein möglichst uneingeschränktes Urlaubsvergnügen zu ermöglichen. Es gibt Anbieter, die Menschen mit geistiger Behinderung an die schönsten Orte dieser Welt bringen. Und es gibt Spezialisten, die eine medizinische Betreuung mit einem Aufenthalt in fremden Ländern zu kombinieren wissen. Worauf sollte man nun bei der Auswahl dieser Angebote achten?

Kluge Fragen führen ans Ziel
Eine alles umfassende Antwort zu geben ist schier unmöglich. Aber es hilft, Art und Grad der Behinderung zu kennen – und dadurch die richtigen Fragen stellen zu können. Einige Beispiele: Menschen, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, tun sich an einem Sandstrand schwer. Gibt es am Urlaubsort vielleicht Transportunterstützung oder gar feste Wege zum Meer? Wie sind die Bäder der Unterkunft ausgestattet, wie die Betten? Kann die Gastronomie auf die speziellen Erfordernisse einer Behinderung eingehen? Wer sich mit (s)einer Behinderung auskennt, kann die zielführenden Fragen im Vorfeld formulieren – und sie vom Reiseveranstalter beantworten lassen. Dann kann man auch sicher sein, beim Angebot die richtige Wahl getroffen zu haben…